GPN:Awareness

aus dem Wiki des Entropia e.V., CCC Karlsruhe

English

Die GPN ist eine Veranstaltung, bei der viele Menschen aufeinandertreffen. Menschen sind unterschiedlich. Um ein angenehmes Miteinander zu ermöglichen, freuen sich alle über respektvollen Umgang miteinander und gegenseitige Rücksichtnahme. Wir heißen euch willkommen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, sexueller Identität, Fähigkeiten, wie ihr ausseht oder welche Sprache ihr sprecht. Auf der GPN sollen alle willkommen sein, die die Grenzen Anderer achten.

Auf der GPN 22 ist das safeR-Team unter anderem für Awareness zuständig, neben der medizinischen Versorgung und dem Brandschutz (Konzept:GPN22:safeR/Rahmenkonzept).

Das safeR-Team – was ist das?

Wir sind für euch da, wenn

  • ihr Belästigung oder Diskriminierung erlebt habt
  • eure persönlichen Grenzen missachtet wurden
  • ihr (akute oder strukturelle) Diskriminierung von anderen Teilnehmenden wahrnehmt
  • ihr euch unwohl fühlt
  • oder einfach eine Person zum Reden braucht.

Kontaktiert uns oder sprecht uns an. Ihr erkennt uns an unseren grünen Badges oder (violetten) Westen,

  • Telefon: +49721 266 767 112
  • DECT: 112
  • Matrix: @safer:entropia.de
  • Mastodon: @safer@gulas.ch
  • E-Mail: safeR@gulas.ch (PGP-Fingerprint: 0xBB150F7899C0D2C5)

Vor der Veranstaltung kannst Du uns über Mastodon und per Mail erreichen.

Quiet Hacking Area

Die GPN kann überwältigend und überfordernd sein. Für alle, die auf dieser Veranstaltung einen Ort mit weniger Trubel brauchen, gibt es die Quiet Hacking Area. Sie befindet sich im ZKM in der Media Lounge (vor der Bibliothek im 1. OG). Dort könnt ihr euch von den vielen Reizen erholen.

Wenn das nicht reicht, kontaktiert uns wie oben beschrieben, dann bringen wir euch an einen ruhigen Ort. Wichtig: Dies ist ein Raum um eine Auszeit zu nehmen, nicht zum Schlafen. Die GPN erlaubt kein Schlafen auf dem Gelände.

Mehr Infos hier im Wiki.

Deine Rechte

Du hast das Recht, …

  • … hier zu sein, solange du rücksichtsvoll mit anderen umgehst und die Hackethik respektierst. Du musst weder löten noch unsere Nachbarn hacken können. Du bist willkommen.
  • … selbst zu bestimmen, wann, wo und von wem du fotografiert oder gefilmt werden willst.
  • … mit dem Namen angesprochen zu werden, mit dem du angesprochen werden möchtest. Du hast das Recht, dass das Pronomen für dich verwendet wird, das das richtige ist.
  • … in Ruhe gelassen zu werden.
  • … fair behandelt zu werden. Niemand hat das Recht, dir zu drohen oder dir Angst zu machen. Egal wie. Niemand darf dich erpressen, abwertend behandeln oder dir weh tun. Was für dich zu weit geht, bestimmst nur du selbst. Niemand sonst.
  • … selbst zu bestimmen, wie nahe dir jemand wann, wie und wo kommt. Niemand darf dich gegen deinen Willen berühren, massieren, streicheln, küssen oder dich drängen, das mit wem anders zu tun.
  • … „nein" zu sagen und dich zu wehren, wenn jemand deine Grenzen überschreitet, deine Gefühle oder die von anderen verletzt. Du kannst "nein" sagen mit Blicken, Worten oder durch deine Körperhaltung. Auch wenn du schon einmal "ja" gesagt hast.
  • … für dich und andere Unterstützung zu holen. Wenn du dich unwohl fühlst oder es dir schlecht geht, darfst du dir Hilfe holen.

Du findest Hilfe

  • beim safeR-Team bei Diskriminierung, Konflikten, für deine Gesundheit oder wenn du einfach wen zum Reden oder deine Ruhe brauchst: +49 721 266 767 112 | DECT: 112

Nach Amyna e.V., Institut zur Prävention sexuellen Missbrauchs und inspired by Geheimorga.

Siehe auch Code of Conduct

Be excellent to each other :)

Umgang mit Konflikten

Generell versuchen wir Konflikte wenn möglich durch Gespräche zu lösen. Wenn dies nicht möglich ist oder es schwerwiegendere Konflikte sind, ergreift das Team in Rücksprache mit der Projektleitung und nach Anhörung aller involvierten Personen Maßnahmen. Diese werden vom Veranstalter durchgesetzt.

Bei den Maßnahmen handelt es sich nicht um Sanktionen oder Strafen, sondern um Mittel, um eine offene Veranstaltung für alle jene zu gewährleisten, die die Grenzen Anderer achten.

Denkanstöße

DISKRIMINIERUNG

Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie, Transphobie, Interphobie und Behindertenfeindlichkeit haben auf der GPN keinen Platz.


AUTISMUS

Bitte fragt explizit nach, ob das okay ist, bevor ihr Menschen oder ihre Sachen anfasst. Insbesondere dann, wenn es den Personen gerade nicht gut geht. Achtet darauf, Ruhezonen und No-Foto-Areas einzuhalten.

Es kann sein, dass autistische Menschen in Krisensituationen nicht mehr sprechen können oder Sprache nicht mehr emotional konotieren können. Sollte jemand einen Meltdown - also einen emotionalen Ausbruch - erleben, könnt ihr das CARE-Team informieren.

Übrigens: Blickkontakt meiden, mit dem Oberkörper wippen, zappeln, mit einem Plüschtier kuscheln - das kann alles dabei helfen, dass Menschen euch besser zuhören können.


GENDERDIVERSITY

Das Chaos bzw. die Szene der Hacker\*innen ist ein bunter Haufen mit vielen verschiedenen Geschlechtsidentitäten oder auch ohne Geschlecht. Diese haben alle das Recht, akzeptiert zu werden. Benutzt Namen und Personalpronomen, die auf dem Badge stehen, oder fragt Personen, wie sie angesprochen werden möchten. Achja, und stellt bitte keine Fragen wie: „Bist du die ‚Freundin von #männlicherNerd‘?“


KINDER

Die GPN richtet sich an alle Altersgruppen. Verhaltet euch so, wie ihr es euch als Kind von älteren Menschen gewünscht habt. Lasst Kinder selber erforschen und auch Fehler machen. Kinder stellen Fragen, wenn sie etwas wissen wollen. Seid nicht belehrend und fragt das Kind und eventuell auch die Eltern, ob Hilfe erwünscht ist. Auch wenn ihr keine Zeit oder Lust habt, Fragen zu beantworten: Bleibt höflich und respektvoll.


KINK

Hier gilt in alle Richtungen die Grundregel der Rücksichtnahme und des Verständnisses. Fragt euch: Könnt ihr einem fünf-jährigen Mensch in altersgerechter Sprache erklären was ihr hier tut? Wenn die Antwort nein ist, spart es euch bis zuhause auf. Die GPN ist kein Ort zum Austausch von Körperflüssigkeiten. Lasst eure Geschlechtsteile und Nippel (auch männliche - aus Solidarität!) eingepackt und reibt sie nicht an Dingen oder Menschen. Bedenkt, dass manche Handlungen (z.B. Ohrfeigen, Haare ziehen, am Arm herumschleudern) auf Menschen angsteinflößend oder retraumatisierend wirken können und deswegen auf der GPN keinen Platz haben. Die GPN ist nicht primär ein Kinkevent - überlegt euch daher, in welchem Kontext Praktiken wie (Suspension) Bondage geschehen. Achtet auf Konsens, auch derer, die euch zufällig sehen könnten.


BEHINDERTE PERSONEN

Behinderte Menschen erleben im Alltag Barrieren, die die gesellschaftliche Teilhabe erschweren. Welche Barrieren das sind und ob sie ausgeglichen werden können, ist verschieden und nicht immer sichtbar - je nach Behinderung, Kontext und sozialem/körperlichen "Akkuzustand" der Person.

Behinderte Personen sind fast immer in der Lage, selbstbestimmt Hilfe einzufordern, wenn sie diese brauchen. Assistenz aufdrängen oder häufiges Nachfragen kann schnell nerven. Ungewollte Assistenz ist übergriffig. Und wenn jemand permanent auf Hilfe angewiesen ist, haben sie wahrscheinlich ihre qualifizierte Assistenz dabei.

Wenn ihr um Assistenz gebeten werdet, leistet nur das, was auch eingefordert wurde. Wenn ihr dabei potenzielle Grenzen überschreitet (Arm anfassen, Rucksack nehmen etc ...) sagt an, was ihr tut.

Nein heißt nein. Mitleid hat noch niemand geholfen.

Geht einfach davon aus, dass Behinderte erwachsen sind und ein selbstbestimmtes Leben führen.


BIPoC

Rassismus wird in keiner Form toleriert. Damit ist auch Alltagsrassismus gemeint: Fasst zum Beispiel niemanden ungefragt an, auch nicht wenn die Haare noch so schön aussehen. Auch die Frage „Und wo kommst du eigentlich her?“ bitte nicht stellen.